Orient auf dem Teller

Wer sich ein klassisches Wiener Kaffeehaus erwartet, wird überrascht sein – allerdings im positiven Sinne. Denn das Café Ansari punktet mit Stil und kreativer georgisch-orientalischer Küche…

 

Durchdachtes Design

Schon beim Betreten des Café Ansari in der Wiener Praterstraße fällt auf, dass man sich hier in Bezug auf Raumgestaltung definitiv etwas überlegt hat: Modern und durchgestylt mit gekachelter Theke, ausgewählten zierlich-eleganten Möbeln und futuristischen Lampen präsentiert sich das Lokalinnere. Als besonderes Extra für die Gäste steht auch ein Trinkbrunnen bereit – inklusive Gläschen. Aber nicht nur drinnen, auch draußen ist das Ansari sehenswert. Der von schattenspendenen Bäumen umgebene, große Gastgarten direkt vor dem Ansari lockt nicht umsonst zahlreiche Frühstücks- und Mittagsgäste an.

Praterstraße Café Ansari (c) STADTBEKANNT
Praterstraße Café Ansari (c) STADTBEKANNT

Samowar und Kaffeegenuss

Wie jedes gute Frühstück beginnt auch das Frühstück im Café Ansari idealerweise mit einer Tasse Kaffee oder Tee. Der Kaffee kommt von Fürth und schmeckt hervorragend, den (Schwarz)tee bereitet man hier gekonnt nach georgischer Art im Samowar zu.

 

Frühstück im Ansari

Weil allerdings ein heißes Getränk allein den Magen nicht füllt, muss auch Feststoffliches her. Zur Auswahl stehen diverse Frühstückskombinationen, zum Beispiel das orientalische Frühstück (Labne, Hommus, Za’tar in Olivenöl, Weichkäse, Kirschtomaten-Salat mit Sumac-Dressing, Granatapfelkerne, Pitabrot), das russische Frühstück (gefülltes Ei mit Räucherlachs, Leberrolle, roter Rübensalat, Palatschinke mit Orangen-Topfenfülle, dazu Brot und Vodka) oder das georgische Frühstück (Adscharisches Khatschapuri, Kirschtomaten-Salat mit Basilikum-Dressing und frischen Kräutern). Wer es gerne deftig mag, ist auch mit einem Pancake, Rührei oder Omelette gut aufgehoben.

Weiterer Pluspunkt beim Frühstück: Verschiedene Tageszeitungen warten in klassischen Halterungen darauf, gelesen zu werden.

 

Bitte zu Tisch!

Abseits des Frühstücksrummels zieht das Café Ansari auch unter Tags und Abends zahlreiche Gäste an. Die kreativen, erfrischend unkonventionellen Speisenkreationen georgischen Einschlags setzen stark auf frische, exquisite Zutaten und Kräuter. Und sie erfreuen auch das Auge: kunstvoll angerichtet und dekoriert erreichen die Vor- und Hauptspeisen den Tisch.  Die Speisekarte ist übrigens saisonalen Schwankungen unterworfen und wird immer wieder überarbeitet.

Tipp: Mittags gibt es täglich wechselnde Menüs aus Suppe, Hauptspeise (mit Fleisch oder vegetarisch) und gemischtem Blattsalat. Wirklich fein und im Vergleich zu á la carte preisgünstig!

 

STADTBEKANNT meint

Wien ist voll von Kaffeehäusern klassischer Art. Wien hat zahllose exotische Lokale, in denen man chinesisch, italienisch oder auch einmal indisch essen kann. Das Café Ansari allerdings ist einzigartig. Zum einen, weil es eben wenige andere Lokale gibt, die so gekonnt georgische Schmankerln an den Mann (und die Frau) bringen. Zum anderen, weil hier stilvolle Inneneinrichtung mit gehobenem kulinarischem Kompositionstalent zusammenfließt. Empfehlenswert!

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