Bar im 18. Bezirk

In einer Seitengasse vom Aumannplatz hat eine feine Neighbourhood-Bar mit Flammkuchen und Craft Beer eröffnet – Begleiterscheinungen inklusive.

Was bisher geschah …

Zwei A4 Zettel voller abgelehnter Namensvorschläge lagen vor Ihnen, als Simon Moser und Magali Castan im Lexikon nach schönen Wörtern suchten. Bei dem klangvollen „Trabant“ sind sie schließlich hängen geblieben, womit weder aus dem Café Grant (sein Favorit) noch aus dem Café Lametta (ihr Favorit) etwas geworden ist. Er ist Journalist und hatte eigentlich gar nicht diesen Traum vom eigenen Lokal; sie kellnerte zuletzt im Disco Volante und wurde ihm vorgestellt. Was dann kam, war die Gründung vom Café Trabant in einem Bezirk, zu dem keiner von beiden einen Bezug hatte.

Café Trabant (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl
Café Trabant (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl

Flammkuchen und Käse

So unkompliziert die Entstehungsgeschichte, so unkompliziert geht es hier auch zu. Kulinarisch wird man mit Flammkuchen verwöhnt. „Die mag irgendwie jeder“, meint Simon und passenderweise hat Magali auch Wurzeln im Elsass. Ob klassisch mit Bio-Speck und Zwiebeln oder süß mit Äpfeln und Zimt, die belegten Teigfladen werden momentan in vier Varianten angeboten und eignen sich bestens zum Teilen. Die mit Funghi war richtig schmackhaft und äußerst knusprig. Demnächst kommt übrigens auch eine Käseplatte auf die Karte: Magalis Bruder ist schließlich Geschäftsführer bei Jumi.

Café Trabant (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl
Café Trabant (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl

Hipster-Getränke-Parade

Getränketechnisch weist das Café Trabant die Must-Haves von Independent-Cafés auf: alkoholfrei wären etwa Hakuma, Cucumis und Tirola Cola sowie der hausgemachte Mate-Eistee, der als Aushängeschild gilt. Aus dem Fass kommt etwa Schremser und beim Flaschenbier bewegt man sich mit dem Boku Bier sogar im Grätzel. Der Hauswein ist von Hannes Steurer aus Jois und natürlich spielt auch Gin eine Rolle. Mit dem Illusionist wird es sogar experimentell: sobald der Tonic dazu kommt, verfärbt sich das Getränk!

Café Trabant (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl
Café Trabant (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl

Wie im Stammlokal

Dank freigelegter Backsteinwand, Retro Couch und Schwedenofen ist es hier auch richtig gemütlich. Für die Toilette haben sie sich etwas Lustiges überlegt. Aufgrund des mangelnden Bedürfnisses und meiner Vergesslichkeit habe ich jedoch verabsäumt, hineinzusehen. Wohl nicht der einzige Grund wieder einmal im Trabanten einzukehren und das Lokal zur Begleiterscheinung eines gelungenen Abends zu machen.

Café Trabant (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl
Café Trabant (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl

STADTBEKANNT meint

Es ist eine Kunst, ein Lokal zu eröffnen, das den Anschein macht, schon immer da gewesen zu sein! Mit dem Trabant beim Aumannplatz ist das Café mit Stammhauscharakter jedoch auf Anhieb gelungen. Bei Flammkuchen, Craft Beer und Gin Tonic trifft man sich hier ab 16:00 Uhr mit Nachbarn und Freunden aus dem Grätzel: ein sympathischer Zugewinn für das gastronomisch recht dünn besiedelte Aumann-Areal.

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