Lokal im 1. Bezirk

Gut Ding braucht Weile: in der Herstellung aber auch in der Umstellung von deutsch auf wienerisch! Ein Besuch im Manufactum Café.

Früher-war-alles-besser

Seit mehr als 30 Jahren gibt es das deutsche Warenhaus mit den „guten Dingen“ schon, doch erst jetzt wagte sich die Otto Gruppe, der Manufactum mittlerweile angehört, über die Landesgrenzen hinaus. Die Filiale am Hof ist die erste außerhalb Deutschlands und bietet, was gerade immer mehr Kunden einfordern: Alltags-Produkte mit Qualität, regionale Hersteller und Handwerkbetriebe sowie eine Prise Nostalgie.

Manufactum Café (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl
Manufactum Café (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl

Little Germany

Manufactum ist zudem ein Concept Store, auch wenn der Begriff hier deplatziert wirkt. Ergänzend zum Verkauf von Wiener Seife, Jaus’n Wrap oder Riess Töpfen sind dem Geschäft auch Bäckerei und Kaffeehaus angeschlossen, diese jedoch mit weniger Österreich-Bezug. Stulle, Hefeknopf und Aprikosenmarmelade stehen da auf der Karte, die ich dank meiner österreichisch-deutschen Doppelstaatszugehörigkeit problemlos übersetzen konnte. Auf mein entrüstetes Nachfragen wurde mir von den äußerst freundlichen Kellnern erklärt, dass die Karte noch überarbeitet werden soll. Bis dahin heißt es halt noch Guten Appetit statt Moizeit.

Manufactum Café (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl
Manufactum Café (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl

Brotzeit

Geboten wird hausgemachtes Brot vom Frühstück hin zur Brettljause, pardon – Brotzeit. Der Hefeknopf wird in Kombination mit Butter, Fruchtaufstrich und Honig geboten. Meine Wahl fiel auf Das Vitale: ein vielfältiger Brotkorb dessen Unterlage gleichzeitig auch als „Tüte“ zum Mitnehmen von Resten verwendet werden kann, reichlich Käse, schmackhafte Aufstriche, Obst und Gemüse sowie Orangensaft. Der Tee wird auf Wunsch zwei Mal aufgegossen, was ein nachhaltig gesehen löbliches und für den Sparefuchs ansprechendes Angebot sein mag, wirklich schmecken tut es dann aber nicht mehr. Darüber hinaus gibt es Wurst- und Käseplatten, belegte Brote, Salate und Fisch aus der Ostsee.

Manufactum Café (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl
Manufactum Café (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl

Brotzeit

Dass man beim Geschäftseingang oder besser gesagt -ausgang sitzt, mag praktisch sein, wenn man nach der Kassa noch einen kleinen Snack oder Kaffee genießen mag. Ganz so angenehm ist es aber nicht so im Durchzug zu sitzen; als kulinarische Ergänzung zum Shop ist es aber allemal zu gebrauchen. Und das mit dem Wienerisch, das wird auch noch klappen – gut Ding braucht halt Weile.

Manufactum Café (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl
Manufactum Café (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl

STADTBEKANNT meint

Das Warenhaus, das damit wirbt, die guten Dinge zu verkaufen, hat sich in Wien samt Bäckerei und Café niedergelassen. Letzterer ist ein gelungener Anhang zum Shop und lädt zur Ruhepause beim Shoppen ein. Kulinarisch dreht sich alles ums Brot, das in der hauseigenen Bäckerei produziert wird und auch als Laib mit nach Hause genommen werden kann, gemeinsam mit dem ein oder anderen nötigen oder unnötigen Produkt des Hauses.

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