Japanisches Restaurant im 2. Bezirk

Legenden werden erzählt von einem sagenumwobenen Raum auf der Praterstraße, in dem man das ultimative Geschmackserlebnis erfahren soll. Nach einem japanischen Reiskuchen benannt, kredenzt das Mochi einzigartige Wunderwerke, die so noch nicht gesehen wurden. Dies hat sich wohl schon bis nach Hawaii durchgesprochen: Dort sagt man „Mochi Mochi“ wenn etwas besonders gut schmeckt.

 

Klein aber oho

Wir wagen den Schritt in die Phantasiewelt von Mochi und bereits nach dem Eintreten ist man in einer anderen Sphäre. Wartende Gäste vor und hinter einem – sie alle wollen den Geschmackstrip erleben, manche zum ersten, viele zum wiederholten Male. Unzählige Kellner und Köche schlängeln sich durch die engen Gänge zwischen den Tischen. Die schummrige Beleuchtung lässt alles noch unwirklicher erscheinen. Während dem Warten schleichen wir mal schnell ins Untergeschoss, wo man sich leichter bewegen und anderen körperlichen Bedürfnissen nachgehen kann. Auch hier stilvoll spärliche Beleuchtung, eine winkende Katze und der Höhepunkt: Schüsseln voller Süßigkeiten zur freien Entnahme.

Mochi Tisch Blume (c) STADTBEKANNT Pitzer
Mochi Tisch Blume (c) STADTBEKANNT

HOT MOCHI und CRISPY PIZZA

Gehört man schließlich zu den Auserwählten, die es schaffen einen Platz zu ergattern, muss zuerst die dünn gefüllte, zweiseitige Speisekarte erarbeitet werden. Komische Namen – manche auf deutsch, manche auf englisch, manche auf japanisch – und karge Beschreibungen daneben wollen ergründet werden. Kurz perplex fragt man sich, ob diese Gerichte wirklich die sind, von denen fast alle asiatisch affinen Wiener schwärmen. Wir bestellen von allem ein bisschen und halten uns noch ein paar weitere Minuten im mysteriösem Erwartungszustand auf, bevor die angebliche Geschmacksknospen-Erleuchtung erfolgt.

Mochi Spicy Salmon (c) STADTBEKANNT Pitzer
Mochi Spicy Salmon (c) STADTBEKANNT

Das Erwachen

Während dem Warten fliegen Teller mit Kunstwerken an unseren Köpfen vorbei, die bereits vermuten lassen, dass Götter in weiß nicht nur Ärzte sind, sondern manchmal auch stirnbebänderte Köche sein können. Wenige Momente später sind wir uns sicher: Die Maki der Special Rolls wirken, als wären sie alle einzeln erschaffen und auf den perfekten Geschmack hin komponiert worden. Das knusprige Hühnchen (Tori Karaage) mit Chili-Mayo zerfällt nach dem Durchbrechen der krossen Panier fast von selbst, so zart ist es. Ohne Zweifel: Geschmacklich ist das Mochi einer der absoluten Höhepunkte von Wien.

Mochi Hauptgericht Sake Don (c) STADTBEKANNT Pitzer
Mochi Sake Don (c) STADTBEKANNT

Japan neu

Die wunderbare Welt des Mochi wurde erschaffen von zwei Pärchen: Nicole, Eddi, Sandra und Tobi. Zusammengewürfelt aus Deutschland und Österreich und aus den verschiedensten Bereichen kommend, haben sie sich in Berlin kennen gelernt. Irgendwie kamen sie dann nach Wien und fanden hier nicht das, was sie an der japanischen Küche lieben. Sie nahmen die Sache selbst in die Hand und gründeten ihr Baby: Das Mochi war geboren. Seitdem picken sie sich ihre japanischen Lieblinge heraus, entwickeln sie weiter und erschaffen neue Kombinationen. Mit der Mochi Ramen Bar und der Take-Out-Version des Mochi o.m.k ist die Familie bereits gewachsen.

Mochi Lokal Schanigarten (c) STADTBEKANNT Pitzer
Mochi Schanigarten (c) STADTBEKANNT

STADTBEKANNT meint

Das Mochi ist eine Welt für sich: Mit einem 0815-Asia-Lokal hat es absolut nichts zu tun. Viele der Speisen gibt es in dieser Form nur hier. Das Konzept der Neuinterpretation der japanischen Küche geht voll auf und es werden wahre Geschmacks-Wunderwerke erschaffen. Auch wenn das Restaurant sehr schön gestaltet ist, ist es sehr schade, dass so wenig Platz ist. Das Genießen fällt in der beengten Atmosphäre manchmal etwas schwer und eine Abend-Reservierung sollte schon fast ein Monat im Vorhinein stattfinden! Unter der Woche kann man aber zu Mittag versuchen zu den Auserwählten zu gehören. Hier werden nämlich keine Tische frei gehalten. An schönen Tagen ist der Schanigarten eröffnet, dann ist es etwas leichter. Alternativ kann man sich alle Speisen auch im Take-Away o.m.k holen.

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