Indisches Restaurant ohne Kitsch und Schnörkel

Das Lokal in der Webgasse im 6. Wiener Gemeindebezirk nennt sich selbstbewusst „der Inder“, ganz im Sinne der geschmacklichen Überlegenheit. Und es enttäuscht nicht.

„Kein Zutritt für Unbefugte und Clowns“

So teilt es das Schild an der Küche den Gästen des Nam Nam mit. Gekocht wird hier nämlich frisch und gekonnt. Auch die Inneneinrichtung strahlt Frische aus. Ganz generell mussten allzu kitschige, stereotype Vorstellungen von dem was „indisch“ heißt, in diesem Lokal der freundlichen, unaufdringlichen Schlichtheit weichen. Die grundlegende Wärme bleibt aber: Detailverliebten entgehen weder die von Tex Rubinowitz gestalteten Wände, noch die charmante Ausstattung der Sanitärräume.

Nam Nam (c) STADTBEKANNT
Nam Nam (c) STADTBEKANNT

Vorspeisen, Suppen, Salate

Die Speisekarte im Nam Nam zeigt sich sehr facettenreich. Als Vorspeise gibt es gefüllte Teigtaschen mit Gemüse, Samosa genannt, Tandoori Jena (Riesengarnelen aus dem Tandoor Ofen) für 7,90 Euro oder auch gebackenen Frischkäse mit Chutney Mix um 6,90 Euro. Gerade im Winter empfiehlt es sich auch, das Suppen-Sortiment des Nam Nam auszuprobieren. Rote Linsen, Ingwer-Karotte oder eine Cremespinatsuppe, jeweils um 3,50 Euro stehen zur Auswahl. Was auf einer Indienreise oft abgeht, ist ein knackiger, frischer Salat zwischen all den Curry-Gewürzen. Im Nam Nam werden auch solche Gelüste gestillt.

Nam Nam (c) STADTBEKANNT
Nam Nam (c) STADTBEKANNT

Fisch, Fleisch, vegetarisch oder vegan?

Die indischen Hauptspeisen lassen keine Wünsche offen. Aus frischen Zutaten gekocht, kann hier zwischen vegetarischen, Fleisch oder Fisch Gerichten gewählt werden. Die vegetarischen Speisen können auch in eine vegane Variante umgewandelt werden. Soll es also ein Malai Kofta (Gemüsebällchen in Kokos-Mandel Sauce), Ingwer-Hühner Curry oder ein vegetarisches Tandoori sein? Auch wenn die indische Küche für ihre Schärfe bekannt ist, so wird hier auch Rücksicht auf die nicht ganz so hartgesottenen genommen. Der Schärfegrad wird auf Wunsch hin nämlich individuell angepasst. Bei den Gerichten fällt vor allem eines auf – sie sind wirklich leistbar. Preislich bewegen sich die authentisch-indischen Gerichte nämlich zwischen 8,- Euro und 15,- Euro und das ist wirklich mehr als gerechtfertigt. Besonders empfehlenswert ist das variierende Mittagsmenü für nur 7,50 Euro.

Nam Nam (c) STADTBEKANNT
Nam Nam (c) STADTBEKANNT

 

Auf einen gemütlichen Abend!

Bei der großen Auswahl der Speisen bietet es sich an mehr zu bestellen und die Gerichte zu teilen. Deshalb ist es im Nam Nam besonders abends mit einer größeren Runde sehr angenehm. Da kann man wild durcheinander bestellen und sich überall durchkosten. Zum Anstoßen werden hier sowohl alkoholische als auch alkoholfreie Getränke angeboten. Für die Biertrinker gibt es klassisch Murauer vom Fass, aber auch Pale Ale und Craft Beer. Doch auch die Weinliebhaber kommen bei Spritzer, Rot- und Weißwein auf ihre Kosten. Wer es gerne etwas stärker mag, der greift im Nam Nam wohl auf einen Cuba Libre, einen Moscow Mule oder einen der Gin & Tonics zurück. Auf den in Wien allseits beliebten Hipstercharme kommt man bei der Getränkekarte natürlich auch nicht herum – Afri-Cola, Makava Eistee, Orangina und Mango Lassi erfreuen da dann die Hipsterherzen.

Nam Nam (c) STADTBEKANNT
Nam Nam (c) STADTBEKANNT

STADTBEKANNT meint

Das indische Lokal Nam Nam besticht durch unaufdringliches, unkitschiges Interieur sowie klassische indische Küche von solider Qualität. Vegetarische Speisen werden reichlich angeboten, alle davon können auch in eine vegane Variante umgewandelt werden. Im Sommer lockt ein lauchiger Gastgarten, im Winter ist es drinnen gemütlich. Als gelungene Mischung aus Moderne und Tradition ist das Lokal ideal für einen entspannten Abend zu zweit oder mit Freunden. Da es nicht allzu viele Tische gibt, empfiehlt sich eine Reservierung!

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