Lokal im 18. Bezirk

Der eine Bruder wollte eine Bar, der andere ein Restaurant. Was dabei herauskam? Die österreichische Lösung namens Wilde Ehe. Über eine kompromissvolle Vermählung am Kutschkermarkt …

Brüder Bündnis

Manuel (Team Restaurant) hat im Hase & Igel gekocht und Benjamin (Team Bar) war im Werk am Donaukanal tätig. Gemeinsam haben sie sich einem alten Bierlokal angenommen, um das man als Publizistik Student, als das Institut noch dort war, eher einen Bogen gemacht hat. Die düsteren Zeiten sind vorbei und die obere Kutschkergasse hat neben dem Franze einen weiteren kulinarischen Lichtblick erhalten.

Wilde Ehe (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl
Wilde Ehe (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl

Marktküche mit Herz

Das Konzept entspricht der Verlobungsgeschichte. Ab 16:00 Uhr gibt es gleichermaßen Speisen wie Getränke. Die Karte wechselt wöchentlich, wobei stets eine Suppe, zwei Hauptspeisen, eine Nachspeise und zwei Snacks zur Auswahl stehen. Viel vegetarisch und ein bisserl Fleisch lautet die Devise. Die Zutaten sind möglichst biologisch und kommen direkt vom Markt. Eine cremige und gut gewürzten Linsensuppe, die herrlichen Spinatknödeln mit Kräuterseitlingen und ein Apfelstrudel mit einer Sauce zum Niederknien bestätigen jedenfalls, dass Liebe durch den Magen geht.

Wilde Ehe (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl
Wilde Ehe (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl

Und dazu coole Drinks

Ergänzend dazu gibt es Weitra oder Hadmar Bio vom Fass, weißen Spritzer, vielerlei Schnäpse (Cashew, Trester oder Dattel zum Beispiel) und Longdrinks, wie Gin Tonic oder Vodka Makava. Die Liste von Anti- Alkoholischem fängt mit Fritz Kola an und hört mit Ginger Ale auf. Demnächst gibt es auch Kaffee – eh klar – von Franze.

Wilde Ehe (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl
Wilde Ehe (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl

Gastro Baby Boom im 18.

Die eigentlich eh ganz zahme Fusionierung von Bar und Restaurant spiegelt sich auch im Interieur wider: grafisches Aushängeschild der wilden Ehe ist der Triangel-Fliesenboden in Blautönen, der sich von der Schank ausbreitet und dort allmählich in Holzdielen übergeht. Backsteinwände und Graffitis, selbstgebaute Tische und die Sesselvielfalt sorgen für Baustellenflair, wie man es aus Berlin kennt. Der Schwedenofen macht’s gemütlich und erinnert auch an das zeitgleich eröffnete Café Trabant beim Aumannplatz. Für gastronomischen Nachwuchs wird in Währing glücklicherweise gerade gut gesorgt!

Wilde Ehe (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl
Wilde Ehe (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl

STADTBEKANNT meint

Mit der Wilden Ehe gehen das Brüderduo Manuel und Benjamin ein gekonntes Bündnis von Restaurant und Bar ein. Ganz oben am Kutschkermarkt wird in urbanem Ambiente frische Marktküche mit Bio Bier und feinen Longdrinks gepaart. Möge die Partnerschaft glücklich bleiben bis ans hoffentlich späte Lebensende! Die Nachbarschaft wird’s freuen!

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